Die Anatomie der Leere – Geotechnik und Baugrund

Bevor ein Tropfen Wasser den Hemminger Bogen erreicht, dominiert die Physik des Erdreichs. Paul Benedict Birnbaum betrachtet den Poolbau als einen Eingriff in die Statik des Markkleeberger Bodens. Ein Schwimmbecken ist ein massiver Fremdkörper, der gegen den hydrostatischen Druck des Grundwassers und die Setzungskräfte der Erdschichten bestehen muss. Die technische Integrität beginnt unter der Bodenplatte.

Die Schichtenmatrix des Standorts Markkleeberg

BodenschichtMechanische EigenschaftTechnische Anforderung
Oberboden (Mutterboden)Instabil, organischVollständiger Abtrag erforderlich
Geschiebelehm / TonGeringe VersickerungInstallation einer Ringdrainage
Mittelsand (verdichtet)Hohe TragfähigkeitIdealer Gründungshorizont
GrundwasserspiegelVariabel (seenah)Auftriebssicherung durch Druckentlastung

Der Bauprozess bei qajdovu startet mit der Bodenanalyse. Wir berechnen die Lastverteilung für Beton-Druckfestigkeitsklassen nach DIN EN 206. Ein Standardbecken mit 40 Kubikmetern Wasser wiegt 40 Tonnen. Ohne eine präzise berechnete Sauberkeitsschicht und eine zweifach bewehrte Bodenplatte (Stahlgüte B500B) riskieren wir Haarrisse, die die Kapillarwirkung des Betons aktivieren könnten. Birnbaum toleriert keine Abweichungen im Millimeterbereich.

  1. Baugrunduntersuchung: Feststellung der Tragfähigkeit am Hemminger Bogen.
  2. Aushub-Geometrie: Böschungswinkel nach DIN 4124 zur Sicherung der Arbeitsräume.
  3. Kapillarbrechende Schicht: Einsatz von Rollkies zur Vermeidung von aufsteigender Feuchtigkeit.
  4. Schalungstechnik: Einsatz von wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) für maximale Standzeit.